30.09.21

Brief an Putin

Brief an Putin
Der Präsident der russischen "Liga der Patienten" Alexander Sawerskij vertritt eine Gruppe skeptischer russischer Wissenschaftler und Experten, die ihre Position konsequent durchsetzen.

Unter anderem strapaziert Herr Sawerskij diverse russische und internationale Behörden mit Briefen und Anfragen. Nun scheint er im Rahmen seines Schriftverkehrs die Spitze des Eisbergs erreicht zu haben. Seinen nächsten Brief hat er neulich an den russischen Präsidenten Putin gerichtet. Und hier ist der Wortlaut diesen Briefes.

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Sehr geehrter Herr Präsident!

Am 28.09.2021 habe ich ein Schreiben (s. Anlage) aus dem russischen Außenministerium erhalten, aus dem hervorgeht, dass die WHO die Pandemie offiziell nicht ausgerufen habe, dass sie dazu auch nicht berechtigt sei und nicht einmal eine entsprechende Prozedur dafür habe.

Die in der Antwort des Außenministeriums erwähnte Erklärung des COVID-Ausbruchs als internationaler Gesundheitsnotstand (IGN) (30.01.2020) steht in keinem rechtlichen Zusammenhang mit der Ausrufung einer Pandemie am 11.03.2021.

IGNs werden von der WHO öfters ausgerufen, und dies hat nicht die katastrophalen Folgen, die die Ausrufung jetziger "Pandemie" mit sich brachte.

Die Erwähnung der Pandemie im Dokument der Weltgesundheitsversammlung (WHA) im Mai 2020 zeugt nur von der von der WHO ausgelösten Panik und dem Druck auf die Teilnehmer der Versammlung. Dennoch hat die WHA den WHO-Generaldirektor nicht ermächtigt, eine Pandemie auszurufen, und die WHA selbst hat kein Verfahren zur Ausrufung einer Pandemie.

Dies geht eindeutig aus dem Schreiben des Außenministeriums hervor, in dem es heißt: "Es gibt keine auf der Ebene der Leitungsgremien der WHO vereinbarte Definition dieses Begriffs… Im Gegensatz zur Ankündigung eines IGN-Regimes ist die Benutzung des Begriffs "Pandemie" aus rechtlicher Sicht nicht geregelt und impliziert keine zusätzlichen Sondermaßnahmen".

Wir (und dieser gemeinsame Standpunkt hat bereits Zehntausende von Unterschriften unter verschiedenen Dokumenten gesammelt, darunter Klagen an das Oberste Gericht Russlands) sind der Ansicht, dass diese Tatsachenfeststellung die Grundlage für eine Untersuchung auf internationaler Ebene und innerhalb Russlands in Bezug auf die WHO-Führung und WHO-Beamte in Russland darstellt, und zwar wegen

des Amtsmissbrauchs, der zu Millionen von Todesfällen nicht aufgrund von Covid, sondern aufgrund der durch die Ankündigung einer Pandemie ausgelösten Panik führte;

der globalen Verletzung und Einschränkung aller möglichen Rechte (denn die Pandemie "impliziert keine zusätzlichen Sondermaßnahmen") vom Recht auf Atem- und Bewegungsfreiheit bis zum Recht auf Bildung und Arbeit;

der Verweigerung der medizinischen Behandlung von Patienten ohne Covid;

der Einführung neuer ungetesteter Behandlungsmethoden;

der "Impfung" von Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt, einschließlich Russlands, mit Hunderten neuer experimenteller Medikamente, die keine angemessenen klinischen Studien durchlaufen haben.

Die Stellungnahme des russischen Außenministeriums darüber, dass "die Aussage des WHO-Generaldirektors Tedros Adhanom vom März 2020 über die Ausbreitung von COVID-19, die den Charakter einer Pandemie angenommen habe, sollte die Aufmerksamkeit der politischen Führung der Mitgliedsländer auf das Problem ziehen ("Tedros Adhanom betonte in seiner Rede ernste Besorgnis über die schnelle Ausbreitung von Infektionen und ein alarmierendes Maß an Untätigkeit") hat keine rechtliche Bedeutung und zielt darauf ab, die gesetzwidrigen Handlungen nicht nur der WHO, sondern der Beamten in Russland, die die rechtswidrigen Anweisungen der WHO befolgten, zu rechtfertigen. Die Internationalen Gesundheitsvorschriften und die WHO-Verfassung, auf die sich das Außenministerium bezieht, beschreiben klar alle Befugnisse und Verfahren der WHO-Beamten. Darunter gibt es keine Befugnis, eine Pandemie auszurufen.

Wie auch immer bleibt die Stellungnahme des Außenministeriums zu den Beweggründen des WHO-Generaldirektors zu diesem Thema lediglich eine verifizierungsbedürftige Annahme des Außenministeriums. Und eine solche Verifizierung ist ohne transparente umfassende Untersuchung im Rahmen eines Strafverfahrens nicht möglich. Wir glauben, dass die Ausrufung einer Pandemie Korruptionsgründe hat – zum Beispiel den Einfluss von Pharma- sowie anderen privaten Unternehmen (siehe Beschluss der PACE-Gesundheitskommission von 2010 zur Schweinegrippe); Einnahmen aus der Rückzahlung von „Pandemie-Anleihen“; Zinsen für WHO-Sponsoren usw.

Tatsächlich erlaubten die russischen Behörden auf dem Territorium unseres Staates eine aktive Verbreitung von Panikinformationen und der Position einer internationalen Organisation, die von ihrem Chef unter Verletzung internationaler und anderer Rechtsnormen verkündet wurde, d.h. sie war im Wesentlichen gesetzwidrig und hatte einen subversiven Charakter für die Wirtschaft, das Leben und die Gesundheit von Millionen von Menschen.

Darüber hinaus wurde diese Position von den russischen Behörden ohne Prüfung der Angemessenheit der Bedrohung eingenommen, in den Medien zur maximalen Hysterie umgewandelt sowie in Gerichtsentscheidungen und regulatorischen Rechtsakten angewendet, beispielsweise sowohl direkt mit der Erwähnung einer "Pandemie", so wie in der Entscheidung des Verfassungsgerichts der Russischen Föderation vom 25.12.2020 über die Befugnisse des Gouverneurs der Region Moskau bei der Einführung eines Hochalarmsystems, als auch in Verbindung mit den anderen bedeutungsgleichen Begriffen wie "Epidemiegefahr" (in Abwesenheit einer Epidemie), "Verbreitungsgefahr" usw. Die Beamten setzen Covid immer noch mit der Pest und der Spanischen Grippe gleich, was eine absichtliche Lüge ist, um die Panik zu verstärken (Pest gehört zur ersten Gruppe der Pathogenität und Covid zur zweiten, jedoch ohne Beurteilung der Angemessenheit der Covid-Einstufung in die zweite Gruppe). Die Massenmedien verbreiten diese Informationen in trübsten Versionen und Details.

All dies führt zu Massenpsychose, Konflikten, Skandalen, Diskriminierung, Depressionen und den eklatantesten Verletzungen des Gesetzes und der Rechte der Bürger durch die Behörden.

Im Zusammenhang damit fordern wir:

  • die Abschaffung aller massiven Anti-Covid-Maßnahmen und Rechteeinschränkungen, da keine Pandemie vorliegt (epidemiologische Schwellenwerte wurden nicht überschritten);
  • Einleitung von Strafverfahren gegen diejenigen, die in Ermangelung einer Epidemie Maßnahmen auf der Ebene einer Pandemie ergriffen haben;
  • Kein obligatorisches Tragen von Masken und keine PCR-Tests;
  • Sofortige Einstellung klinischer Studien (KS) mit gesetzwidrig registrierten experimentellen Arzneimitteln, die als "Impfstoffe" bezeichnet werden, an Kindern, da sie nicht von "Covid" bedroht sind und einige von ihnen definitiv unter der "Impfung" leiden werden. Zumal gemäß Absatz 5 Art. 43 Föd. Gesetzes 61 vom 04.12.2010 ist es unmöglich, eine KS mit Kindern durchzuführen, bevor die KS bei Erwachsenen abgeschlossen ist, und die KS bei Erwachsenen ist noch nicht abgeschlossen;
  • Sofort den massiven Einsatz experimenteller Medikamente unter dem Deckmantel der „Covid-Impfungen“ einstellen, weil deren „Impfwirkung“ nicht hinreichend nachgewiesen ist. Dabei sind die entsprechenden verbreiteten Informationen falsch, genau so wie Infos über die Pandemie, einschließlich der Einwilligungserklärung zur „Impfung“, wo es eher um die Teilnahme an einem Experiment geht;
  • Verzicht auf Förderung der "Pandemie" durch erhöhte Covid-bezogene Versicherungstarife;
  • Strafrechtliche Verfolgung der Ermittler, Staatsanwälte und Richter, die sich weigern, die Rechte der Bürger aufgrund einer Pandemie zu schützen, ohne die Bedeutung dieses Begriffs, die Gültigkeit und Rechtmäßigkeit seiner Verwendung zu überprüfen;
  • Gewährleistung der Überprüfung betroffenen Verwaltungs-, Straf- und Zivilsachen sowie Gerichtsentscheidungen;
  • Strafrechtliche Verfolgung von Massenmedien und Behörden wegen der öffentlichen Verbreitung von vorsätzlich falschen Informationen über das Vorliegen einer Pandemie vor dem Hintergrund ihrer Abwesenheit und einer Epidemie - gemäß Art. 207.1 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation.

Hochachtungsvoll,
Präsident der "Liga der Patienten"

A.W. Sawerskij

Quelle


2 Kommentare:

  1. Ein umfassender Forderungskatalog, sehr gut! Erfahren wir auch die Antwort des Präsidenten, soweit möglich?

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    1. Herr Sawerskij wird uns die Antwort bestimmt nicht vorenthalten. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Kreml die Sache mit einem Formalbescheid abfertigt und den Brief „nach Zuständigkeit“ an eine andere untergeordnete Amtsstelle weiterleitet. Es ist dann allerdings spannend, welche Amtsstelle der Kreml dabei als zuständig betrachtet. Per Gesetz soll die Antwort innerhalb von 30 Tagen (+ Zustelleung) kommen.

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