29.09.21

Gedrucktes Impfplaster

Gedrucktes Impfplaster

Wissenschaftler der Stanford University und der University of North Carolina druckten in 3D ein Impfpflaster, das wirksamer war als eine Spritze.

Laut einer an Tieren durchgeführten Studie war die Immunantwort eines Pflasters mit einem Impfstoff um das Zehnfache stärker als wenn das Medikament mit einer Nadel in einen Muskel injiziert wurde.

Die Besonderheit des Pflasters sind die mit einem 3D-Drucker auf ein Polymersubstrat gedruckten Mikronadeln, deren Länge nur ausreicht, um die Haut zu erreichen und die Substanz abzugeben.

Wir hoffen, den Grundstein für die Entwicklung von Impfstoffen zu legen, die in niedrigeren Dosierungen ohne Schmerzen oder Angst angewendet werden können“, sagte Direktor Joseph M. DeSimone, Professor an der Stanford University.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Reaktion von T-Zellen und antigenspezifischen Antikörpern auf das Impfstoffpflaster 50-mal höher war als bei subkutaner Injektion.

Die erhöhte Immunantwort wird die Dosis des Medikaments sparen und die Benutzerfreundlichkeit des Pflasters wird das Impfniveau erhöhen, hoffen die Autoren der Entwicklung.

Die Mikronadel-Patches wurden auf einem CLIP 3D-Drucker in 3D gedruckt, der von CARBON aus Silicon Valley hergestellt wird.

Die Autoren geben an, dass die neue Methode der Impfstoffabgabe schmerzfrei ist, weniger invasiv als ein Nadelstich ist und eine Selbstimpfung ermöglicht.

Da das Pflaster 3D-gedruckt wird, können Mikronadeln angepasst werden, um verschiedene Pflaster für den Grippe-, Masern-, Hepatitis- oder COVID-19-Impfstoff zu entwickeln.

Forscher arbeiten derzeit an RNA-Impfstoffpflastern wie den Impfstoffen Pfizer und Moderna COVID-19.

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