16.10.21

Express-Tests in Moskauer Schulen

Express-Tests für Kinder in Moskau
Das Pilotprojekt des kostenlosen Covid-Testens von Schülern wurde in zehn Bildungseinrichtungen der russischen Hauptstadt ab dem 14. Oktober gestartet.

Im Rahmen dieses Projekts müssen alle Schüler der jeweiligen Schule alle zwei Wochen getestet werden.

Die Schulen sollen von hauptamtlichen Schulmedizinern oder Lehrern getestet werden. Ältere Schüler haben die Möglichkeit, sich selbst zu testen, da die Express-Diagnose-Kits für den selbständigen Gebrauch konzipiert sind.

Sollten die Eltern ihrem Kind die Teilnahme am Projekt nicht erlauben, müssen sie sich um negative PCR-Tests selbst kümmern und diese dann alle 14 Tage auffrischen.

Quelle

Gleichzeitig, wie man den russischen Sozialnetzen entnehmen kann, sind viele Moskauer Eltern über diese Initiative der Stadtbehörden empört. Sie protestieren gegen Schnelltests und lehnen die vom Bürgermeisteramt vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Infektion ab. Insbesondere stelle beunruhigte Eltern fest, dass die angebotenen Testprodukte für die Arbeit mit laienhaften Nutzern völlig ungeeignet seien. Zudem wären Schulen im Gegensatz zu Labors nicht auf die Arbeit mit Krankheitserregern hoher Gefahrenklassen konzipiert.

In den Sozialnetzen entstehen Elterngruppen, die aktive Maßnahmen gegen das Pilotprojekt ausarbeiten. Zum Beispiel hat das Büro des sog. Öffentlichen Beauftragten für den Schutz der traditionellen Familie eine Online-Hilfe gestartet, damit Eltern entsprechende Anträge an die Staatsanwaltschaft, den Untersuchungsausschuss der Russischen Föderation und andere Aufsichtsbehörden massenhaft richten können. Auch weitere informelle aber etablierte Stellen werden aktiv.

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