09.10.21

Impfteam festgenommen

Impfteam in Guatemala festgenommen
Impfgegner eines Dorfes in Guatemala hielten am vergangenen Montag ein Team aus Medizinern fest, die versuchten, den Dorfbewohnern Impfspritzen gegen Coronavirus zu verabreichen.

Das Corona-Team wurde ca. sieben Stunden lang im Dorf Nahuila in der Provinz Alta Verapaz nördlich von Guatemala-Stadt festgehalten.

Die Dorfbewohner sagten, sie wollten die Impfungen nicht, dann blockierten sie die Straße und ließen die Luft aus den Reifen des Krankenwagens. Eine Kühlbox mit etwa 50 Impfdosen wurde zerstört.

Polizei und lokale Beamte verhandelten später über die Freilassung der Mediziner.

Lokale Beamte sagen, sie seien bereits zuvor auf Dörfer gestoßen, die Impfteams ablehnten, aber es sei das erste Mal, dass die Mediziner einer solchen körperlichen Gewalt ausgesetzt werden, so Gabriel Sandoval, der Direktor des Gesundheitsamtes der Provinz.

"Andere Gemeinden haben sich ebenfalls geweigert, aber normalerweise werden dabei lediglich Papiere ausgestellt, wo es steht, dass ein Impfangebot gemacht und abgelehnt wurde, und die Dorfbewohner die Verantwortung für die Ablehnung selbst übernehmen", sagt Sandoval.

"Das musste eines Tages passieren", fügt der Beamte hinzu, denn - seiner Meinung nach - sehr viele falsche Informationen über Impfstoffe kursieren würden. "Viele Menschen glauben nicht an die Krankheit", sage Sandoval: "Es gibt einen Konflikt der Kulturen".

Guatemala hat 566.636 bestätigte Coronavirus-Fälle, und es gab 13.750 Todesfälle durch COVID-19.

Quelle

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