12.10.21

Unbeständiges Virus

Covid-Trest in Moldawien
Die Lehrerin aus der moldawischen Hauptstadt Chisinau gab über 3.000 Lei (150 EUR) für sechs COVID-19-Tests aus, die unterschiedliche Ergebnisse lieferten.

Zwei davon waren positiv und vier negativ.

Alina Turturjanu, Lehrerin aus Chisinau, machte mehrere Tests, weil sie aus der Republik Moldau ins Ausland reisen wollte. Die Frau hat keine fürs Coronavirus typischen Symptome und weiß nicht, was sie tun soll. Bis die Situation geklärt ist, bleibt sie isoliert zu Hause.

"Am Montag war der Test negativ, und ich habe ihn der Behörde vorgelegt. Und dies ist ein Test von Dienstag. Der ist positiv. Hier ist ein negativer Test von Mittwoch. Der Test vom Donnerstag ist ebenfalls negativ. Der vom Freitag ist dann positiv. Und hier ist ein Samstagstest, den ich per E-Mail erhalten habe. Er ist negativ", erzählt die Frau resigniert.

Sie sagt, dass ihr Hausarzt sie letzte Woche am Montag ins medizinische Zentrum geschickt habe, um einen Schnelltest machen zu lassen, den alle ungeimpften Lehrer alle zwei Wochen vorzulegen haben. Am Dienstag brauchte sie jedoch einen PCR-Test aus einer Privatklinik, um nach Rumänien reisen zu dürfen.

"Mir wurde gesagt, dass ich nicht nach Rumänien reisen darf, weil der Test positiv ist. Was ist das denn möglich? Mein Test vom Vortag war doch negativ. Darauf habe ich gesagt bekommen, dass ich in eine andere private Klinik gehen könnte, um den Test wiederholt machen zu lassen", so Alina.

Von jenem Moment an begannen ihre Covid-Strapazen erst recht. Am Mittwoch ließ Alina Turturjanu einen weiteren PCR-Test in einem privaten Zentrum machen, der zur Abwechslung negativ ausfiel. Am Donnerstag zeigte ein Schnelltest in der Klinik das gleiche negative Ergebnis. Am Freitag beschloss sie aber, einen weiteren PCR-Test machen zu lassen, und dieser war positiv. Am Samstag ging die verwirrte Frau in eine andere Privatklinik, wo ihr ein negatives Testergebnis ausgehändigt wurde.

Nun grämt sich Alina um verschwendete 3.000 Lei. Die Ärzte bestanden aber darauf, dass die Lehrerin sich isolieren sollte: "Sie sagten mir, dass ich in der Datenbank bereits als infiziert eingetragen bin. Was ist dann mit den negativen Tests? Spielen sie etwa keine Rolle?" Die Frau wurde mit der ganzen Familie zu Hause isoliert, obwohl weder sie noch ihre Angehörigen Covid-Symptome haben.

1 Kommentar:

  1. Zwei Tests positiv, vier negativ.
    An Alinas Stelle hätte ich auf dem Mehrheitsprinzip bestanden und wäre nach Rumänien gereist, ganz selbstbestimmt.
    Aber Alina scheint wirklich etwas verwirrt zu sein, dieser Testmarathon ist bedenklich.

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